Entspannung durch Gedankendiät

GEDANKENDIÄT – Eine ganz besonderere Ernährungsform 

Haben Sie schon mal von GEDANKENDIÄT, bzw. GEDANKENFASTEN gehört? Passend zum Frühjahr, möchte ich Ihnen diese besondere Ernährungsform gerne vorstellen:

Genau wie bei „normalen“ Fasten geht es auch bei der Gedankendiät um Innehalten, Unterbrechen, Verzicht, Nachdenken, innerliche Reinigung und darüber hinaus um die Fragen: 

  • Was tut mir gut?
  • Was ist wirklich wichtig in meinem Leben
  • Womit nähre ich täglich meinen Körper und meine Seele
  • Welche Gedanken, Überzeugungen sind hilfreich, stärken mich seelisch
  • Welche Gedanken schwächen eher und untergraben das Selbstbewusstsein?

Ein paar Beispiele: Ich meine solche Gedanken wie „ich muss perfekt sein“, „ich muss besser, schneller, …, werden“, „die Anderen sind kompetenter, klüger, …“, „warum immer ich“, „ich kann … nicht“, „das schaffe ich nie“, oder auch das „Ausmalen von Horrorszenarien“ bezüglich der Zukunft u.v.m. …

Kennen Sie das? Dann lade ich Sie ein, einmal kurz darüber nachzudenken, auf welche Gedanken Sie eigentlich gut verzichten könnten …. Lassen Sie sich ruhig einen Moment Zeit …

Erschwerend kommt noch dazu, dass wir diese Gedanken oft genau dann haben, wenn wir eigentlich Trost und Unterstützung brauchen. Zum Beispiel, wenn eine Sache gerade nicht so gut gelaufen ist, oder wir gerade in einer schwierigen Lebensphase oder Situation sind. Das heißt, statt uns selbst gut zuzureden und Mut zu machen, schlagen wir uns – bildlich gesprochen – die emotionale Keule über den Kopf!

Wieviel hilfreicher wäre es wohl, wenn wir stattdessen positive Gedanken hätten und zu uns selbst sagen würden, „das schaffe ich schon“ , „es wird schon gut gehen“, „die Anderen kochen auch nur mit Wasser“,“ich bin in Ordnung so, wie ich bin“, usw.
Wenn Sie wollen, können sofort einen dieser Gedanken ausprobieren und spüren, wie es sich anfühlt …

Es macht also durchaus Sinn, von Zeit zu Zeit zu überlegen, womit man tagein, tagaus seine Seele füttert und welche (emotionale) Nahrung gesünder wäre, um dann eine Fastenzeit einzulegen, oder sogar eine Ernährungsumstellung durchzuführen.
Und falls Sie zweifeln, ob man seine Gedanken einfach so ändern kann, noch eine gute Nachricht zum Schluss: Ja, man kann! Nicht immer, aber immer öfter… Dafür notwendig ist ein bestimmte Art von Aufmerksamkeit (Achtsamkeit) , natürlich Übung und Geduld …

Probieren Sie ́s doch einfach aus. Machen Sie eine Gedankendiät und verzichten Sie die nächsten 2 Wochen (gerne auch länger) auf negative, hemmende, kritisierende und herabwürdigende Gedanken über sich selbst und sorgen Sie gut für sich !

Falls Sie noch unschlüssig sind, dann denken Sie daran: Der Mensch „verhungert“ ohne emotionale Nahrung. Sich selbst gegenüber freundlich, geduldig und fürsorglich zu sein ist mindestens so wichtig, wie Vitamine, Bewegung und ausreichend Schlaf …
Eine ganz besondere Art von Gedankendiät findet übrigens während der Meditation statt. Wer es kennt, weiß wovon ich spreche 🙂 Eine besonders schöne Meditations-Übung die gut zu diesem Thema passt, ist die Metta-Mediation.

Wenn Sie Lust haben die Gedankendiät mit Gleichgesinnten zu praktizieren, dann ist vielleicht der Kurs Achtsamkeit, Meditation & Selbstmitgefühl etwas für Sie. Wenn Sie generell dazu neigen negative Gedanken zu haben, lohnt sich ein Entspannungscoaching oder Entspannungstherapie. 

Zum Weiterlesen:

Wie wir uns selbst ein guter Freund werden: Selbstmitgefühl

Gestresst oder entspannt: Der Entspannungscheck

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