Metapher von Hase und Bär – Geschichte zum Nachdenken

Die Geschichte von Hase und Bär

Eine Geschichte zum Nachdenken: Die Metapher von Hase, Bär und vom Mut nachzufragen

Eines Tages herrscht große Aufruhr im Wald! Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Alle fragen sich wer denn da wohl drauf steht, auf dieser Liste.
 Als erster nimmt der Hirsch all seinen Mut zusammen, geht zum Bären und fragt ihn: “Sag mal Bär, steh ich auch auf deiner Liste?” 
“Ja”, sagt der Bär , “auch dein Name steht auf der Liste. ” 
Voller Angst dreht sich der Hirsch um und geht. Und wirklich, nach zwei Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden. 

Die Angst bei den Waldbewohnern steigt immer mehr und die Gerüchte um die Frage, wer denn nun auf der Liste steht, brodelt.
 Der Keiler ist der erste dem der Geduldsfaden reißt. Er sucht den Bären auf, um ihn zu fragen, ob er auch auf der Liste stehen würde. 
“Ja”, antwortet der Bär “auch du stehst auf der Liste”. 
Verängstigt verabschiedet sich der Keiler vom Bären. Und auch ihn findet man nach zwei Tagen tot auf. 

Nun bricht die Panik bei den Waldbewohnern aus. Alle verkriechen sich, oder flüchten aus dem geliebten Wald. Nur der Hase – ausgerechnet der ängstliche Hase – traut sich den Bären aufzusuchen.
“Bär, steh ich auch auf der Liste”, fragt er ihn? 
“Ja, auch du stehst auf der Liste.” 
“Kannst du mich da streichen?”
 “Na klar, kein Problem!”

 

Um was geht es bei dieser Metapher, an was denken Sie?  Vielleicht ist es die “sich selbst erfüllende Prophezeiung ” , das starre Hinnehmen, vielleicht auch das Thema Mut … ? Der Mut mit dem man sich traut, für seine Wünsche und Bedürfnisse einzustehen. Der Mut mit dem man sich traut zu fragen, auch wenn eine Absage im Bereich des Möglichen ist. Und der Mut der nötig ist, um die damit verbundenen (unangenehmen) Gefühle auszuhalten … Aber auch der Mut, um die Dinge zu hinterfragen, neue Wege zu gehen, es anders zu machen, obwohl oder gerade weil es niemand erwartet … Wer weiß, vielleicht fällt Ihnen ja aber auch noch etwas ganz anderes dazu ein …

Ein Glück jedenfalls, dass es im Alltag zu 99% nicht um Todeslisten geht und wir durchaus die Freiheit hätten, um zu fragen, anders zu entscheiden, neue Wege zu gehen und noch so viel mehr. Mit ein bisschen Mut ist so vieles möglich …