Möchten Sie gerne überflüssigen Stress vermeiden, entspannt in den Tag starten und den Herausforderungen des Alltags ganz gelassen begegnen? Konzentriert, effektiv und erfolgreich Ihre Arbeit erledigen und abends noch genügend Energie haben, um sich mit Freunden zu treffen, oder Sport zu machen? Dann lassen Sie sich inspirieren von meinen Tipps für einen entspannten Arbeitstag:

Mit diesen 5 Strategien ganz einfach unnötigen Stress vermeiden:

1. Starte entspannt in den Tag (Stress vermeiden & morgens schon den Grundstein legen):

Der größte Fehler ist, mit Zeitnot und Hektik den Tag zu beginnen. Aus eigener Erfahrung, aber auch aus meinen Coachings weiß ich, dieser (selbsterzeugte) Stress zieht sich meist wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. Das Gute daran, man kann diesen Stress vermeiden: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Den Wecker 15 Minuten früher stellen, um es morgens ganz ruhig angehen zu lassen, stellt die Weichen für den restlichen Tag. Eine ausgiebige Dusche, ein Frühstück in Ruhe (und wenn es nur ein Smoothie ist, der mit Genuss getrunken wird), ein nettes Gespräch, Zeit mit dem Partner/den Kindern, oder was Ihnen sonst wichtig ist – machen Sie es in Ruhe! Ein kleiner Zeitpuffer, um entspannt und stressfrei im Betrieb anzukommen, gehört natürlich auch dazu.

Unser Köper & Geist bekommt so schon in der Früh den Impuls zu Ruhe und Gelassenheit. Quasi der rote Faden, oder die Richtschnur für den Tag und beste Startbedingungen für den Arbeitstag.

2. Ein persönliches Motto/Wunsch für den Tag wählen  (Stress vermeiden durch gute Wünsche):

Diese Übung stammt aus dem Training für Selbstmitgefühl und es geht darum, sich für sich selbst etwas Gutes zu wünschen. Ein Beispiel: Wenn ich Trainings oder Seminare halte wünsche ich mir, dass es ein schönes Seminar wird, dass die Teilnehmer nett sind, dass es mir leicht fällt die Inhalte zu vermitteln, dass ich die richtigen Worte finde, dass die Teilnehmer zufrieden sind, oder …. Je nach dem, was gerade ansteht. Es geht dabei einfach nur um den Wunsch. Ich weiß nicht, ob er sich erfüllt und ich kann auch nichts herbeizaubern, aber ich kann es mir wünschen. Manchmal wünsche ich mir auch einfach “möge es leicht sein”, “möge es ein schöner Tag werden”. Dieser Wunsch erzeugt ein gutes Gefühl, man geht positiv gepolt an die Dinge heran und die Chancen stehen gut, dass es auch genau so kommt.

Sie können sich also schon morgens beim Aufstehen überlegen, was Sie sich für den Tag, oder auch die Woche wünschen … (und so selbsterzeugten, gedanklichen Stress vermeiden). Diese Übung ist das Gegenmittel zu negativen Gedanken (z. B. “ich werden das nicht schaffen”, “ich kann das nicht”, usw.) und führt mich direkt zu Punkt 3.

3. Plane den Tag gedanklich positiv voraus (Stress vermeiden durch positive Gedanken + Planung):

Stress vermeiden durch gedankliche Vorausplanung: Kennen Sie das? Sie schlagen die Augen auf, die Gedankenmühle dreht sich, das Kopfkino beginnt: Sie malen sich in den buntesten Farben aus, wie schrecklich der Tag wohl werden wird mit all den Aufgaben, dem Stress, Zeitdruck, ohne Pause und  …

Wie wäre es wohl stattdessen, wenn Sie sich genau das Gegenteil vorstellen? Wenn Sie Ihren Tag Schritt für Schritt in Gedanken planen, aber in eine positive Richtung. Einschließlich der Mittagspause & dem Feierabend, fest eingetragen in Ihrem Terminkalender. Diese Übung ist noch ein bisschen konkreter als Punkt 2.

Sie stellen sich dabei vor, wie Sie die wichtigsten Aufgaben ruhig und gelassen erledigen, eins nach dem anderen, wie Sie Ihre Mittagspause mit … bei … verbringen und danach gestärkt zur Arbeit zurückkehren. Und planen schon jetzt, was Sie am Abend zur Belohnung Schönes machen werden (Freunde, Sport, Kino, Entspannung, … ). Die Chancen stehen gut, dass es genau so kommt, wenn Sie es in Gedanken mental durchspielen und ganz konkret (im Terminkalender) planen.

Wenn wir viel zu tun haben ist es besonders wichtig für Ausgleich zu sorgen!

Im Autogenen Training nennt man diese Technik übrigens “Positive Vorwegnahme” und es ist immer wieder erstaunlich, welch positive Wirkung sich daraus ergibt.

4. Ein persönliches Entspannungssymbol (Stress vermeiden und sich selbst erinnern):

Im Alltag geht vieles unter, besonders wenn wir viel zu tun haben. Gute Vorsätze sind dann schnell vergessen. Auch hier hilft eine ganz konkrete Hilfe, um ins Handeln zu kommen: Sich selbst erinnern! Am besten funktioniert das, wenn Sie ein Symbol für Entspannung finden: Das kann ein Urlaubsbild sein, das Sie daran erinnert wie herrlich entspannt Sie waren, eine Figur, ein Gemälde, oder … Wichtig ist nur, dass Sie dadurch ein Gefühl der Entspannung und Gelassenheit aktivieren, wenn Ihr Blick auf das Symbol fällt. Stellen Sie diese kleine Erinnerung gut sichtbar an Ihrem Arbeitsplatz auf. Wenn Sie in Stress geraten (was sicher früher oder später der Fall sein wird) und Ihr Blick fällt auf das Symbol, können Sie so ganz einfach einen Gang zurück schalten, tief durchatmen und das Gegenmittel zu Stress aktivieren: Die Entspannungsreaktion.

Auch dadurch kann man ganz einfach unnötigen Stress vermeiden und das Aufschaukeln der Stressspirale verhindern. Diese Technik nennt sich übrigens Priming, ist vielfach erprobt und wirksam.

5. Den Tag  bewusst beenden (Stress vermeiden durch Rituale & klare Grenzen):

Früher war es deutlich einfacher eine klare Linie zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen. Heute ist man durch Smartphone & Computer eigentlich ständig erreichbar. In manchen Firmen wird erwartet, dass man selbst am Wochenende oder im Urlaub zur Verfügung steht und Projekte dauern so lange, dass man gefühlt niemals fertig wird. Für unseren Organismus ist das Gift, denn wir sind nicht für Dauerbelastung gemacht. Ständig auf stand-by zu sein führt dazu, dass wir immer schlechter oder gar nicht mehr abschalten können. Die Folge sind dann Schlafstörungen, Grübelzwang, Muskelverspannungen, u.v.m.

Ganz wichtig ist deshalb eine Grenze zu ziehen, um sich selbst zu signalisieren: jetzt ist Zeit für Ausgleich und Entspannung. Manche Menschen wechseln dazu ganz bewusst die Kleidung, wenn Sie nach Hause kommen. Im Süden geht man erst mal in eine Bar und trifft sich auf einen Drink oder Tapas. Ganz egal wie Sie den Übergang gestalten, Hauptsache Sie tun es bewusst. Manchen meiner Klienten hilft es, wenn Sie nicht gleich nach der Arbeit nach Hause gehen, sondern erst einen kleinen Spaziergang machen, um abzuschalten. Andere machen Sport und vielen hilft eine Entspannungsübung (wie die Progressive Muskelentspannung), um abzuschalten.

Wie schaffen Sie den Übergang von Arbeit zu Freizeit? Welches Ritual hilft Ihnen beim Stress vermeiden, oder welches könnte es in Zukunft sein?

FAZIT: Stress vermeiden ist gar nicht so schwer, man muss es nur tun!

Viele kleine Dinge können helfen, entspannt in den Tag zu starten und diese relaxed Haltung auch im Alltag immer wieder zu aktivieren:

Morgens genügend Zeit haben und so unnötigen Stress vermeiden, sich selbst immer wieder an Entspannung erinnern (Symbol), den Tag gedanklich voraus planen, incl. ausreichender Pausen, am Abend bewusst umschalten. All diese Tipps sind nachweislich wirksam und gut geeignet, um Stress zu vermeiden oder schnell abzubauen. Wirken können sie aber nur, wenn man es macht …

Wer immer nur das macht, was er immer schon gemacht hat,

bekommt auch das, was er immer schon bekommen hat!

Was tun Sie um Stress zu vermeiden?

Natürlich ist Stressbewältigung immer individuell. Es gibt kein Patentrezept, das für alle passt. Vielleicht konnte ich Sie inspirieren, über das Thema Stressvermeidung nachzudenken. Dann habe ich mein Ziel schon erreicht 🙂

Zum Weiterlesen:

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ENTSPANNUNGSCOACHING – IHR WEG ZU WENIGER STRESS & MEHR GELASSENHEIT

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