Die Metapher von Mullah und Esel – Eine Geschichte zum Nachdenken über Selbstfürsorge und Selbstmitgefühl:

Die Metapher von Mullah und Esel

Ein Mullah hatte sich einen Esel gekauft und dazu die Information erhalten, wie viel Futter das Tier täglich zum Fressen braucht.

Dem Mullah, der sehr sparsam war, schien das aber viel zu viel und außerdem war das Futter teuer. So kam es, dass er entschied, den Esel an weniger Futter zu gewöhnen und er verringerte täglich die Futtermenge …

Das  ging einige Wochen so: Der Esel bekam täglich immer weniger zu fressen, es schien nichts auszumachen und der Mullah freute sich über seine super Idee!

Bis er eines Morgens den Esel tot im Stall vorfand.

“Schade”, sagte der Mullah, “Ein paar Tage noch und ich hätte den Esel daran gewöhnt von gar nichts mehr zu leben”.

 

Zum Nachdenken

Ich denke, wir alle haben so einen “ESEL” in uns, der immer weniger gefüttert wird. Und ganz besonders wenn wir gestresst sind und viel zu tun haben, neigen wir dazu bestimmte Bereiche in unserem Leben “eselmäßig” zu behandeln:

Vielleicht sind es Freundschaften, oder die Zeit für sich selbst: Ein gutes Buch lesen, Sport machen und Hobbys pflegen. Zeit mit Partner oder Familie verbringen, Dinge tun die Spaß machen, etwas genießen, entspannen, oder  ….. Eben all die Dinge, die uns mit positiver Energie erfüllen, die einen Ausgleich schaffen und uns vor Freude strahlen lassen.

Es lohnt sich aufzuspüren, ob und welcher “ESEL” schon kurz vor´m verhungern ist,  um die “Fastenzeit” ganz schnell zu beenden. Denn, wer sich selbst so behandelt, wie der Mullah den Esel und keine “Nahrung” in Form von Freude und Angenehmen zu sich nimmt, der könnte leicht emotional verhungern.

Als besonders wertvolle “Nahrung” eignet sich z.B. Entspannung, Freunde treffen, Freude und Genuss erleben/zelebrieren, Sport, oder Hobbys. Im Grunde alles was Spaß macht und natürlich emotionale Nahrung wie Lob, Aufmerksamkeit, Anerkennung …

In diesem Sinne, sorgen sie gut für sich und pflegen Sie Ihre Balance!

Zum Weiterlesen:

Die eigene Balance pflegen mit einem Spaziergang der Freude 

Geschichte vom Tempel der 1000 Spiegel

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