Dauerhaft Glücklich – 9 wirksame Glückstipps

Auf Dauer glücklich, geht das überhaupt? Wahrscheinlich wohl eher nicht. Trotzdem wünschen wir uns das im tiefsten Inneren! Deshalb gibt es auch haufenweise Glücksratgeber und Studien darüber, was zu mehr Glück und Zufriedenheit führt. Leider sind die Ergebnisse dazu nicht immer einheitlich. Wahrscheinlich, weil das Glück irgendwie so schwer zu messen ist. Eines ist aber klar: Einkommen, Konsum und sozialer Status sind keine Garantie für dauerhaftes Glück.

Dauerhaft glücklich, geht das überhaupt? Und wenn ja wie?

Was genau erzeugt denn eigentlich dieses schöne Gefühl? Und wie kann man es konservieren?

Die Glücksforschung weiß die Antwort: Am besten als Glücksbringer geeignet sind: Gesundheit, soziale Kontakte, Dankbarkeit und eine positive Lebenseinstellung. Das heißt, wer sich selbst für einen Glückspilz hält und seine Gesundheit genauso gut „pflegt“, wie sein soziales Netz, hat eine gute Basis. Wer obendrein für Spaß & Genuss sorgt und ab und zu eine “Dankbarkeitspause” einlegt, hat gute Chancen, dass das Glück vorbeischaut und vielleicht sogar ein bisschen bleibt …

Falls glücklich gerade nicht das vorherrschende Gefühl ist , dann können folgende Überlegungen und Tipps dem Glück ein bisschen auf die Sprünge helfen:

9 Tipps für mehr Glück und Zufriedenheit:

1. Stellen Sie sich einmal vor, Sie selbst wären das Glück …

Würden Sie gerne bei sich selbst zu Besuch sein, oder gar bei sich einziehen? Was bräuchte es, damit Sie (das Glück) gerne bleiben? Ich finde eine spannende Frage. Es lohnt sich, ganz in Ruhe darüber nachzudenken …

 

2. Das Glück der Erkenntnis – Auf Dauer glücklich und auf Wolke 7 gibt es nicht:

Ein Blick aus wissenschaftlicher Sicht erklärt, warum das so ist: Wären wir dauerhaft glücklich, dann würden wir happy, warm und kuschelig in unserer Komfortzone sitzen und uns dort so schnell auch nicht mehr hinaus bewegen. Eine Entwicklung im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung wäre kaum möglich. Denn die findet in der Regel außerhalb der Komfortzone statt. So gesehen sind wir – evolutionsbiologisch – für dauerhafte Glückszustände einfach nicht gemacht. Ist doch irgendwie beruhigend, oder ?

 

3. Das Glück der Zufriedenheit: Dauerhaft zufrieden, einfacher als dauerhaft glücklich

Zufriedene Menschen wissen, dass auch Leiden zum Leben dazugehört. Niemand bleibt davon verschont.  Früher oder später erwischt es jeden … Die Kunst ist, nicht im Leid zu versinken, sondern das Leben anzunehmen. Wenn es gelingt auch unangenehme Situationen als Herausforderung zu sehen, entsteht oft tiefe innere Zufriedenheit. Manchmal dauert das allerdings etwas und man erkennt erst rückblickend, dass das “Leid” eigentlich ein Glück war.

“Schicksalsgebeutelte” Menschen strahlen oft eine innere Ruhe und Zufriedenheit aus. Die Erfahrung, auch schwierige Situationen gemeistert zu haben, stärkt sie.

 

4. Das Glück der Dankbarkeit:

Zufriedenheit ist die Schwester vom Glück und Dankbarkeit der kleine Bruder! Wenn wir uns regelmäßig daran erinnern und dankbar und zufrieden sind, hilft das dem glücklich sein sehr auf die Sprünge: sind: Es bedeutet an angenehme Dinge zu denken, sich kleine Momente des Glücks bewusst in Erinnerung rufen und an das denken, was gerade heute alles gut und schön war (anstatt sich darüber zu ärgern was nicht gut war). Wer regelmäßig Dankbarkeit praktiziert, zum Beispiel mit der Übung Glückspause , oder dem Spaziergang der Freude , fühlt sich glücklicher und zufriedener. Dankbarkeit ist sozusagen das direkte Gegenmittel bei Unzufriedenheit.

Und weil wir grad dabei sind: Wofür sind Sie eigentlich (heute) dankbar?

 

5. Das Glück der Freundschaft:    

Gute Freunde sind Balsam für die Seele. Sie hören uns zu, trösten, bauen auf, man kann Spaß mit Ihnen haben und das Wichtigste: Sie halten uns auch dann aus, wenn wir gerade mal nicht glücklich sind, sondern missmutig mit uns selbst (und der Welt) hadern. Außerdem sind wir Menschen soziale Wesen und fühlen uns deshalb in Gemeinschaft wohler. Auch das kann die Stimmung heben

Ganz praktisch ist übrigens, dass wir unser Glück dann gleich mit anderen teilen können, falls wir es gerade dabei haben … Glück ist nämlich eines der wenigen Dinge, das sich durch teilen vermehrt!

Und wer seine Freunde in letzter Zeit vernachlässigt hat: Vielleicht ist gerade heute der richtige Zeitpunkt, um sich mal wieder zu melden … !

 

6. Das Glück der Bewegung:

Sport macht nachweislich glücklich! Durch Bewegung werden Glückshormone ausgeschüttet. Besonders bei Ausdauersport bilden sich im Zwischenhirn Glückshormone wie Serotonin und Endorphin. Ein Grund warum Bewegung vor Depression schützt und auch therapeutisch zur Behandlung genutzt wird.

Günstig ist, wenn man einen Sport praktiziert der Spaß macht. Leider muss man sich trotzdem manchmal aufraffen, den inneren Schweinehund überlisten. Wenn man es aber geschafft hat, dann ist man doppelt glücklich und zufrieden!

 

7. Das Glück der Wertschätzung:

Auch das hat die Glücksforschung heraus gefunden: Wertschätzung macht glücklich! Wertschätzung und Anerkennung sind Nahrung für die Seele. Wenn das fehlt, hilft alles Geld der Welt nichts. Die Seele verhungert sozusagen. Wir können also andere Menschen ganz einfach glücklich machen, wenn wir unsere Anerkennung, Freude, Dankbarkeit ausdrücken (und nicht nur denken). Ein einfaches “schön, dass Du da bist”, “ich mag Dich”, “Danke”, “das hast Du gut gemacht”, tun einfach gut.

Nicht zu vergessen die Wertschätzung, die wir uns selbst entgegen bringen. In der Entspannungstherapie, oder im Coaching entdecken wir diesen “wunden Punkt” oft bei der Frage: Was können Sie so richtig gut? Was schätzen und mögen Sie an sich selbst, auf was sind Sie stolz? Wie oft loben Sie sich selbst?

Wenn es darauf keine, oder nur eine sehr bescheidene Antwort gibt, ist es höchste Zeit daran zu arbeiten. Ganz besonders dann, wenn man eigentlich nur weiß, was man nicht so gut kann. Denn mangelnde Wertschätzung steht nicht nur Ihrem Glücklichsein  im Weg, es erzeugt sogar Stress.

Deshalb nochmal die Frage: Was schätzen Sie an sich selbst? Was können Sie gut, welche positiven Eigenschaften können Sie wertschätzend anerkennen?

 

8. Glück ist auch, Spass & Genuss:

Spaß, Freude & Genuss gehören untrennbar zum Glücklichsein dazu. Und manchmal ist die bessere Alternative, das zu tun worauf man Lust hat, anstatt das was das Beste wäre … Einfach mal unvernünftig sein, das Leben genießen, etwas Verrücktes tun, Spaß haben, mit allen Sinnen genießen. Das macht richtig glücklich. Für mich ist pures Glück an einem sonnigen Tag im Winter, mit dem Raceboard voll Speed über die Pisten zu carven. Am besten früh am Morgen, wenn noch nichts los und die Piste glatt ist! Genuss pur! Da geht mir sprichwörtlich das Herz auf …

Wie ist das bei Ihnen? Was macht Ihnen so richtig Spaß? Gibt es Dinge, die Sie in vollen Zügen genießen? Was bringt Ihr Herz zum Strahlen? Und wann haben Sie das zuletzt gemacht?

 

9. Das Glück der Achtsamkeit und Entspannung:

Entspannung und Achtsamkeit helfen ungemein beim Glücklichsein. Wenn wir entspannt sind, uns Zeit nehmen, achtsam mit uns selbst und anderen umgehen, kommt das Glück oft von ganz alleine, so wie in der Geschichte vom glücklichen Mönch. Und wenn das Glück dann vorbei schaut, sozusagen mitten in der Achtsamkeit, stehen die Chancen gut, dass wir es auch mit allen Sinnen wahrnehmen. Wir können es dann gleich einladen, noch ein bisschen zu bleiben …

Die Fähigkeit zum Entspannen ist übrigens von Geburt an in uns angelegt. Machmal haben wir es aber verlernt, einfach weil wir es zu selten machen. Die gute Nachricht ist: Man kann es üben! Zum Beispiel mit den Übungen Glückspause, Spaziergang der Freude, oder mit klassischen Entspannungsverfahren.

Wenn Sie Lust haben eine Entspannungstechnik unter professioneller Anleitung zu lernen, dann finden Sie eine Übersicht der Kurse und Seminare hier.

Glücklichsein ist gar nicht so schwer, vielleicht nicht dauerhaft, aber immer wieder. Und man kann dem Glück eindeutig auf die Sprünge helfen. Man muss es nur machen …

 

Zum Weiterlesen: 

Glücksfaktor Dankbarkeit

Selbstmitgefühl – Die Kunst freundlich und wertschätzen mit sich selbst umzugehen

Meditationsanleitung “Liebevolles Atmen” – Achtsamkeit und Freundlichkeit für sich selbst