Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Phänomen. Mehr als 25 Prozent der Erwachsenen leiden darunter. Die Betroffenen erleben ihren Schlaf häufig oder dauerhaft als nicht erholsam. In vielen Fällen sind zunehmender Stress, hoher Leistungsdruck, übermäßiger Perfektionismus und fehlende Stresskompetenz Schuld an den Schlafstörungen. In diesem Artikel geht es um Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten, auch mit „natürlichen Methoden“ …

Ursachen von Schlafstörungen

Chronische Stressbelastung zählt zu den häufigsten Ursachen für Schlafstörungen. Darüber hinaus gibt es verschiedene andere Faktoren, die schlechten Schlaf begünstigen oder verursachen: Man unterscheidet organische, psychische und verhaltensbedingte Faktoren . 

Oft ist die Schlafstörung auch Ausdruck einer anderen Erkrankung, wie zum Beispiel bei einer Depressionen, oder Angststörungen. Dann entsteht eine sekundäre Schlafstörung.

Ganz konkret kommen als Ursachen zum Beispiel Erkrankungen der Schilddrüse, hormonelle Schwankungen  (Schwangerschaft, Wechseljahre), Medikamente, chronisch erhöhter Stresspegel, Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Nikotin, Alkohol, fehlende „Schlafhygiene“ und viele andere Auslöser in Betracht.

Einige davon schaukeln sich gegenseitig hoch: So wird ein hoher Stresspegel oft mit Alkohol oder starkem Nikotingenuss bekämpft, Tagesmüdigkeit mit viel Kaffe oder anderen aufputschenden Substanzen. Das alles führt dann zwangsläufig zu noch schlechterem Schlaf und ein unheilvoller Kreislauf beginnt.

Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen

Um Schlafstörungen nachhaltig und ganzheitlich zu behandeln, muss man mehrere Faktoren berücksichtigen:

  1. Eine wirksame Behandlung setzt immer eine gründliche Ursachenforschung, im Sinne einer ausführlichen Anamnese, voraus. Sehr oft ist es nicht die eine Ursache, sondern ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren.
  2. Wichtig ist auch die Abklärung, ob überhaupt eine behandlungsbedürftige Schlafstörung (Insomnie) vorliegt: Diese liegt vor, wenn Ein- oder Durchschlafstörungen, bzw. eine schlechte Schlafqualität, wenigstens dreimal pro Woche über eine Dauer von mindestens 1 Monat bestehen. Um die Punkte 1. und 2. fachmännisch abzuklären, ist es hilfreich möglichst frühzeitig einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen!
  3. Bei sekundären Schlafstörungen wird zunächst die Grunderkrankung behandelt: Behandelt man zum Beispiel die Depression, verschwinden im Laufe der Therapie meist auch der nächtliche Grübelzwang und das morgendliche Früherwachen. Behandelt man eine Schilddrüsenüberfunktion erfolgreich, verbessert sich der Schlaf oft von allein.
  4. Handelt es sich um eine primäre Schlafstörung, kommen viel verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Betracht, die sich oft untereinander ergänzen:
  • Das können schulmedizinische Ansätze, wie die (zeitweise) Behandlung mit Schlafmitteln (Hypnotika) und Verhaltenstherapie sein.
  • Aber auch Entspannungstherapie, die Fähigkeit zu Achtsamkeit,
  • Aufklärung in Sachen Schlafhygiene,
  • sowie die Behandlung mit biologisch, natürlichen Heilmitteln : In wissenschaftlichen Studien haben sich Lavendel in Form von Kapseln (Lasea), oder als Duftöl (Aromatherapie), Präparate mit Hopfen, Baldrian, Melisse und Passionsblume (als Kapseln oder Tee), sowie homöopathische Mittel und Komplexmittel (wie z.B. Coffea oder Neurexan) als schlaffördernd und entspannend erwiesen.

Entspannungstherapie als wirksame Hilfe und Unterstützung bei Schlafstörungen

Entspannungstechniken wie das Autogene Training, oder die Progressive Muskelentspannung sind auch bei Schlafstörungen indiziert. In der Entspannungstherapie wendet man diese Techniken oft therapiebegleitend an. Während andere Maßnahmen erst nach und nach ihre Wirkung entfalten, kann Entspannung relativ schnell Erleichterung bringen. Besonders bei stressbedingten Schlafstörung ist Entspannungstherapie eine wirksame Behandlungsalternative und Ergänzung.

Wie das im Einzelnen funktioniert und wie Entspannungstherapie bei Schlafstörungen helfen kann, darum geht es im Beitrag: Stressbedingte Schlafstörungen behandeln.

Möchten Sie wissen, ob Entspannungstherapie auch für Ihr Problem in Frage kommt? Dann freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme. Gerne berate ich Sie unverbindlich.

ENTSPANNUNGSCOACHING – IHR WEG ZU WENIGER STRESS & MEHR GELASSENHEIT