Burnout – dauerhafte  Erschöpfung

Burnout bedeutet sich dauerhaft energielos und erschöpft zu fühlen.

Es ist ein chronischer Erschöpfungszustand der sich über Wochen, Monate oder Jahre entwickeln kann. Burnout führt zu Müdigkeit, Antriebs- und Kraftlosigkeit, bis hin zu Depressionen und im Extremfall zum Suizid. Leider gibt es bisher keine einheitliche Definition des Burnout-Syndroms.

Grundsätzlich gilt, wer einen Burnout erleidet, hat einmal für etwas „gebrannt“. Das Engagement und der Enthusiasmus für eine Sache steht also an erster Stelle. Dieses übermäßige Engagement (zwanghaft) führt dazu dass mehr Energie verbraucht wird, als dem Körper zur Verfügung steht. Da an erster Stelle immer die Arbeit steht, wird vergessen oder vernachlässigt, dass man seinen Energiespeicher auch wieder auffüllen muss, um gesund und leistungsfähig zu bleiben, Stress wird eher ungesund bewältigt, es besteht dauerhafte Anspannung. Oft folgt dann eine Phase der Stagnation, erste Ernüchterung setzt ein, verbunden mit der Erkenntnis, dass man vielleicht doch nicht alles erreichen kann, auch wenn man sich noch so anstrengt.

Die körperlichen Energiereserven sind leer, Frustration breitet sich aus, körperliche Symptome entstehen oder verstärken sich, der Umgang mit anderen Menschen wird schwierig, es zeigt sich Aggression, Zynismus, evtl. auch Rückzug. Entspannung, mentaler und  körperliche Ausgleich (Sport) fehlen, die sozialen Kontakte leiden oder sind schon völlig aufgegeben worden, man kann sich zu nichts mehr aufraffen…

An letzter Stelle steht dann die völlige Erschöpfung, der Mensch traut sich nichts mehr zu, wird apathisch, u. U. bis hin zur völligen Gefühllosigkeit.

Gefährdeter Personenkreis:
Einen Burnout kann jeder erleiden. Besonders gefährdet sind jedoch Personen die in helfenden und sozialen Berufen tätig sind (Pflegekräfte, Lehrer, Ärzte usw.) und generell Menschen die in Dienstleistungsberufen tätig sind. Der hauptberufliche, empathische Umgang mit Menschen gilt als sehr kräftezehrend. Wer in dieser Branche tätig ist, sollte besonders gut auf sich achten und regelmäßig für Entspannung und Ausgleich sorgen.

Persönliche Faktoren:
Menschen, die an einem Burnout erkranken haben meist eine Sache gemeinsam: Sie können eher schlecht Nein sagen und delegieren, sind ehrgeizig und wollen Ihre Arbeit besonders gut und perfekt machen. Sie haben also sehr hohe Ansprüche an sich selbst.

Was Sie tun können, wenn Sie chronische Erschöpfung bei sich feststellen:
Burnout ist heilbar! Desto früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Wenn Sie Anzeichen bei sich feststellen, sprechen Sie darüber und suchen Sie frühzeitig Hilfe. Erste Anlaufstelle ist immer der Hausarzt, um die körperliche Symptomatik abzuklären. Eine Beratung kann helfen, um mögliche weitere Schritte zu planen, ein Entspannungscoaching bzw. Entspannungstherapie (je nach Ausgangslage und Symptomatik) kann helfen, um zu lernen gesund mit Stress und hohen Anforderungen umzugehen.

Warnzeichen für Burnout und chronische Erschöpfung können sein:

  • innere Unlust, innere Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • Angespanntheit
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Probleme
  • sexuelle Lustlosigkeit bis hin zu temporärer Impotenz
  • Schlafstörungen
  • chronische Müdigkeit – Erschöpfung – verbunden mit dem Gefühl, dass auch Pausen den eigenen „Akku“ nicht mehr aufladen
  • dauerhafte Muskelverspannungen
  • erhöhter Blutdruck
  • Herzrasen

Gerne berate ich Sie über weiteren Möglichkeiten und Therapieformen bei Burnout, Erschöpfung und Stress und freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.