Burnout – Ursachen, Symptome und Hilfe: Was bedeutet der Begriff oder die Diagnose Burnout und welche Symptome sind charakteristisch. Welche Ursachen führen dazu und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Burnout & Burnout-Syndrom

Mit dem Begriff Burnout wird ein chronischer Erschöpfungszustand bezeichnet, der sich über Wochen, Monate oder Jahre hinweg entwickeln kann.

Burnout bezeichnet einen Zustand in dem man  sich dauerhaft energielos und erschöpft fühlt. Müdigkeit, Antriebs- und Kraftlosigkeit, bis hin zur Depression (und im Extremfall Suizid) sind die Folgen.

Der Begriff Burnout-Syndrom besagt, dass es viele verschiedene Symptome und Verhaltensweisen gibt, die diesen Zustand kennzeichnen. Leider gibt es bisher keine einheitliche Definition des Burnout-Syndroms.

Ursachen und Phasen eines Burnouts

Wer einen Burnout erleidet, hat einmal für etwas „gebrannt“. Das Engagement und der Enthusiasmus für eine Sache steht an erster Stelle der Burnout Spirale. Dieses übermäßige (zwanghafte) Engagement führt dazu, dass mehr Energie verbraucht wird, als dem Körper zur Verfügung steht. Da zuerst immer die Arbeit kommt, vergessen Betroffene Pausen zu machen und zu regenerieren. Stress wird eher ungesund bewältigt (z.B. mit mehr Kaffe, Nikotin, oder Alkohol) und es besteht dauerhafte Anspannung. Irgendwann (je nach Konstitution) folgt dann eine Phase der Stagnation, man kommt nicht mehr voran, ist ständig müde, unkonzentriert und eine erste Ernüchterung setzt ein. Damit verbunden ist die Erkenntnis, dass man vielleicht doch nicht alles erreichen kann, auch wenn man sich noch so anstrengt.

Die körperlichen Energiereserven sind leer, Frustration breitet sich aus, körperliche Symptome entstehen oder verstärken sich. Der Umgang mit anderen Menschen wird schwierig, es zeigt sich Aggression, Zynismus, evtl. auch Rückzug. Entspannung, mentaler und  körperliche Ausgleich (Sport) fehlen, die sozialen Kontakte leiden oder sind schon völlig aufgegeben worden. Man kann sich zu nichts mehr aufraffen …

An letzter Stelle steht dann die totale Erschöpfung. Man traut sich nichts mehr zu, wird apathisch, unter Umständen bis hin zur völligen Gefühllosigkeit.

Gefährdeter Personenkreis

Grundsätzlich kann jeder einen Burnout erleiden. Besonders gefährdet sind jedoch Personen, die in helfenden und sozialen Berufen tätig sind, wie zum Beispiel Pflegekräfte, Lehrer, Ärzte usw.  Außerdem Menschen in Dienstleistungsberufen und alle die für andere Fürsorge tragen. Dazu gehört die Führungskraft genauso, wie die Hausfrau & Mutter, oder jemand der Angehörige pflegt.

Der empathische Umgang mit Menschen gilt als kräftezehrend. Wer in dieser Branche tätig ist, sollte besonders gut auf sich achten und regelmäßig für Entspannung und Ausgleich sorgen.

Persönliche Faktoren

Menschen, die einen Burnout erleiden haben meist eine Sache gemeinsam: Sie können nicht so gut NEIN sagen und delegieren. Außerdem sind sie oft ehrgeizig, wollen Ihre Arbeit besonders gut und perfekt machen. Sie haben sehr hohe Ansprüche an sich selbst.

Warnzeichen & Symptome für Burnout können sein

  • innere Unlust, innere Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • Angespanntheit
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Probleme
  • sexuelle Lustlosigkeit bis hin zu temporärer Impotenz
  • Schlafstörungen
  • chronische Müdigkeit – Erschöpfung – verbunden mit dem Gefühl, dass auch Pausen den eigenen „Akku“ nicht mehr aufladen
  • dauerhafte Muskelverspannungen
  • erhöhter Blutdruck
  • Herzrasen

Was Sie tun können, wenn Sie den Verdacht haben einen Burnout zu entwickeln

Die gute Nachricht zuerst: Burnout ist heilbar! Desto früher Sie etwas unternehmen, desto besser sind die Heilungschancen.

Wenn Sie Anzeichen bei sich feststellen, sprechen Sie darüber und suchen Sie Hilfe. Erste Anlaufstelle ist immer der Hausarzt, um die körperliche & psychische Symptomatik abzuklären.

Danach gilt es, mit entsprechender Unterstützung, die körperlichen Reserven wieder aufzuladen. Entspannungstechniken , Achtsamkeit, aber auch Selbstmitgefühl (MSC Mindful Self Compassion), sind dabei sehr hilfreich.

Sobald die körperliche Kraft langsam wieder zurückkehrt, kann man beginnen persönliche Muster/Glaubenssätze zu hinterfragen und zu verändern, die dazu geführt haben, dauerhaft die eigenen Grenze zu überschreiten.

Je nach Diagnose und Symptomatik hilft dabei eine Psychotherapie, klassisches Stressmanagement, aber auch Entspannungstherapie oder Entspannungscoaching.

Eine Beratung kann helfen, um mögliche weitere Schritte zu planen.

Gerne berate ich Sie über Möglichkeiten und Therapieformen bei Burnout, Erschöpfung & Stress und freue mich über Ihre Kontaktaufnahme.