Die Metta Meditation – Liebevolle Güte für sich und Andere

Die Metta Meditation: Liebevolle Güte entwickeln

In der Metta Meditation geht es darum Liebende Güte und  eine wohlwollende, mitfühlende Haltung sich selbst und allen fühlenden Wesen gegenüber, zu entwickeln. Metta bedeutet soviel wie Freundschaft …

Diese Fähigkeit ist für uns sehr wichtig und sie bedeutet auch sich selbst so zu behandeln, wie man einen guten Freund behandelt: Achtsam, freundlich, gütig, mitfühlend. Die Realität schaut leider oft ganz anders aus. Besonders wenn wir Fehler machen, etwas nicht so läuft wie gewünscht, es uns schlecht geht, machen wir genau das Gegenteil: Wir werten uns ab, klagen uns an („das hättest Du wissen müssen“, „stell Dich nicht so an“, „bist du blöd“, usw.) und behandeln uns schlecht. Mit dem Wohlwollen uns selbst gegenüber ist es dann schnell vorbei… Mit der Metta-Meditation können wir dieser Tendenz entgegen wirken. Außerdem verbinden wir uns in dieser Praxis mit dem universellen Wunsch nach Gesundheit, Glück, Sicherheit und Frieden, der alle Menschen auf der Welt vereint.

Die Metta-Meditation kommt aus der Buddhistischen Praxis und wird dort seit tausenden von Jahren erfolgreich praktiziert.

Anleitung: Metta Meditation der liebenden Güte

Ablauf: Nimm eine bequeme, aufrechte Haltung ein, so dass der Atem frei fließen kann – lass Gesicht, Kiefer, Schultern und den Rest des Körpers ganz locker – nimm wahr, wo Du Deine Atmung momentan gut spüren kannst (im Bauch, Im Brustbereich, an der Nasenspitze …) – konzentriere Dich auf einen dieser Bereiche und beobachte Dich selbst beim Atmen – Atemzug für Atemzug – wenn sich Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen dazwischen schieben (was völlig normal ist), dann registriere das freundlich und wertfrei und kehre wieder zu deiner Atembeobachtung zurück – verweile so für ca. 5 – 10 Atemzüge und spreche dann innerlich folgende Sätze oder Wünsche:

  • Möge ich glücklich und zufrieden sein
  • Möge ich in Sicherheit leben
  • Möge ich in Wohlstand und Freude leben
  • Möge ich gesund sein …

Gerne kannst Du nach Bedarf eigene Sätze für Dich finden, die gerade passen (zum Beispiel: „möge ich mit Leichtigkeit leben, frei von Schmerzen sein, gelassen bleiben“, usw.)

Wenn Du magst kannst Du diese Sätze auch für andere Menschen sprechen und Dich so mit dem natürlichen Wunsch frei von Leid zu sein, der in allen Menschen wohnt, verbinden:

  • Mögest Du glücklich sein
  • Mögest Du in Sicherheit & Frieden leben
  • Mögest Du gesund sein
  • Mögest Du …

Wirkung: Entspannt und zentriert (über die Atmung), stärkt die Selbstbeziehung, die Selbstliebe und das (Selbst)mitgefühl (über das Formulieren von guten Wünschen für sich selbst). Stärkt die Achtsamkeit, sowie die Fähigkeit zu Freundlichkeit & Mitgefühl für sich selbst und Andere

Dauer: Von 3 Minute bis zu einer Stunde oder länger, je nach Lust und Laune

Ziel: Sich selbst und Andere wohlwollend und freundlich „betrachten“ …

Diese Achtsamkeitsübung, stärkt die Fähigkeit zu Güte und Freundlichkeit für sich selbst und Andere. Wenn es Dir schwer fällt die Wünsche für Dich selbst zu sprechen, dann beginne damit anderen Menschen etwas Gutes zu wünschen und nimm Dich dann selbst in diesen Kreis mit hinein. Denk daran es ist ein Unterschied, ob Du die Sätze nur einfach sprichst, oder wirklich Güte und Freundlichkeit für Dich selbst fühlst.

Wenn Du gerne gemeinsam mit anderen Menschen üben möchtest Achtsamkeit und Mitgefühl zu kultivieren, dann ist der Kurs Achtsamkeit, Meditation & Selbstmitgefühl ein guter Einstieg. Für spezielle Anwendung z.B. bei Ängsten, Stress, Erschöpfung kann eine persönliches Coaching hilfreich sein.

Hier findest Du mehr über achtsames Selbstmitgefühl, die Wirkung und Anwendung.

Vielleicht auch interessant für Dich:

Eine gesprochenen Anleitung zur Metta Meditation

Mehr zu Achtsamkeit und Meditation

MSC-Kurs: 8 Wochen Programm zu Entwicklung von Selbstmitgefühl

Achtsamkeitsübung Spaziergang der Freude

Achtsamkeitsübung Glücksvase 

1 Antwort

Kommentare sind deaktiviert.